Ansprache des Bürgermeisterkandidaten Alfons Eling anläßlich der Nominierungsveranstaltung am 15.3.2006 im Saale Kuhl in Lohne

Ansprache des Bürgermeisterkandidaten für die CDU-Ortsverbände der
Gemeinde Wietmarschen Alfons Eling, anläßlich der Nominierungs-veranstaltung am 15.3.2006 im Saale Kuhl, Wietmarschen – Lohne
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Herr Kreisvorsitzender, lieber Reinhold, sehr verehrte Herren Ortsvorsitzende, liebe Mitglieder der CDU, verehrte Gäste, meine sehr verehrten Damen und Herren.

Vor mehr als 5 Jahren haben Sie mich zum Bürgermeisterkandidaten gewählt.
Unsere Bürger haben mir am 9.9.2001 mit einem Ergebnis von 80,2 % das Vertrauen gegeben.

Ich möchte nun erneut für dieses Amt kandidieren und will dies auch kurz begründen.

Beginnen will ich mit einem kurzen Rückblick auf die ersten 5 Jahre meiner Bürgermeistertätigkeit.
Die Gemeinde Wietmarschen hat sich auch in den letzten 5 Jahren, nach allgemein anerkannter Meinung sehr positiv weiterentwickelt.

Wir haben die Gemeinde gut vorangebracht und dies will ich anhand von 7 Punkten deutlich machen:

1.) Wir haben solide Finanzen in der Gemeinde bewahrt

2001 erhielten wir 1.9 Mill. EUR, 2005 waren es nur noch
1,6 Mill. EUR, also 300.000 EUR weniger

2000 = 1.8 Mill. EUR
2005 = 1.6 Mill. EUR = 200.000 EUR weniger

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Wir haben den Personalbestand in der Verwaltung seit 5
Jahren unverändert, trotz gestiegener Bevölkerung (rund 600
mehr) und zusätzlicher Aufgaben (z.B. im sozialen Bereich)

Solide Gemeindefinanzen sind die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit in der Gemeinde zum Wohle der Bürger

2.) Die Schulreform haben wir problemlos umgesetzt

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3.) Die positive Weiterentwicklung im Wohnungsbau in unserer
Gemeinde wurde erfolgreich fortgesetzt

4.) Großer Aufschwung bei Gewerbeansiedlungen

Industrie und Gewerbe erkannt und entsprechend gehandelt

(Senger mit 55 Arbeitsplätzen), (Landwehr mit inzwischen 85 Arbeits-
plätzen), (Nietschke mit noch 10 Arbeitsplätzen)

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5.) Die Infrastruktur der Gemeinde ist durch bedeutende Investitionen
verbessert worden

bracht mit der

nächste Woche
in Wietmarschen vorgenommen, die auch noch in Kürze für die Straßen "Zum Zuschlag" und "Vosshaar" fortgesetzt werden.

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setzen

6.) Wir sind neue Wege in der Energieversorgung gegangen

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7.) Die Bürgernähe der Gemeindeverwaltung wurde
unter meiner Leitung gewahrt

nischen Datenverarbeitung nutzt und über das Internetportal dem
Bürger viele Erleichterungen aber auch viel Informationen bietet.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich darf zusammenfassen:

∙ Solide Finanzen bewahrt – Schulden reduziert

∙ Schulreform problemlos umgesetzt
∙ Positive Wohnungsbauentwicklung fortgesetzt
∙ Großer Aufschwung bei Gewerbeansiedlungen
∙ Infrastruktur durch bedeutende Investitionen verbessert
∙ Neue Wege in der Energieversorgung beschritten
∙ Bürgernähe der Gemeindeverwaltung gewahrt

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

die Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung unserer Gemeinde war m.E. nur möglich

Regelmäßige Abstimmungsgespräche mit meinen Stellvertretern und dem Fraktionsvorsitzenden über alle wichtigen Entwicklungen und zur Vorbereitung notwendiger Entscheidungen haben dies ermöglicht.

An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal ganz herzlich bei Burkhard Lühn, Heinz Welling und Reinhold Hilbers für eine aus meiner Sicht sehr harmonische und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Der gleiche Dank gilt auch der gesamten CDU-Fraktion und den Ortsvorständen der CDU.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, soweit mein Rückblick auf die vergangenen 5 Jahre.

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Ich fühle mich mit 60 Jahren, offen gesagt, noch zu jung, um bereits zum Pensions- empfänger zu werden. Außerdem bin ich, Gott sei Dank, noch gesund und mir macht die Arbeit viel Freude.
Ich möchte daher gern an verantwortlicher Stelle weiterhin mithelfen, die Entwicklung unserer liebenswerten Gemeinde positiv zu begleiten.

Nun hat der niedersächsische Landtag ja im letzten Jahr entschieden, die Wahlzeit der Bürgermeister auf 8 Jahre zu verlängern.

Ich halte diese Gesetzesänderung für richtig. Insbesondere für Neueinsteiger in dieses Amt ist es schon gut, wenn sie nicht ständig im Wahlkampf stehen, sondern in einem Zeitraum von 8 Jahren auch mal einige Jahre unbeeinflußt vom Wahlkampf arbeiten können.

Ich sage auch in aller Deutlichkeit, daß ich für weitere 8 Jahre antreten will, so daß ich, wenn meine Gesundheit es mir auch weiterhin erlaubt, im Falle meiner erneuten Wahl dann auch bis zum Frühjahr 2014 zur Verfügung stehe.

Mein Damen und Herren,
vieles wurde in unserer Gemeinde erreicht, was wir heute als selbstverständlich ansehen. Trotzdem gibt es keinen Stillstand und kein Verschnaufen.
Ich will auf das bisher Erreichte aufbauen, um die Vorzüge und den Charakter Wietmarschens und die Identität seiner Ortsteile zu erhalten.

Die Gemeinde Wietmarschen ist fit für die Herausforderungen der Zukunft, aber ich sehe noch viele Aufgaben, die von uns gemeinsam zu lösen sind.

Aufgeschlossen für neue Ideen und neue Herausforderungen will ich die Arbeit auch als künftiger Bürgermeister angehen, wenn ich gewählt werden sollte.

Ich will mich dafür einsetzen, daß sich jeder Ortsteil auch künftig nach seinen Stärken und Chancen weiterentwickelt. Dabei liegt es auf der Hand, daß in Lohne die Chancen mehr bei der Gewerbeansiedlung liegen, während Wietmarschens Chancen mehr beim dem Tourismus liegen.

Beides gilt es zu fördern !

Ich will die Aufgaben der nächsten Jahre in einem Ausblick für die Jahre 2007 bis 2014 kurz zusammenfassen:
1.)
1.) Wir müssen weiterhin umfassend Arbeitsplätze in unseren Gewerbege- bieten schaffen

– Das Gewerbegebiet Lohne A 31 ist weiter auszubauen – jede Chance für
den Erwerb weiterer Flächen muß geprüft erden, wir müssen offensiv Werbung für die Ansiedlung von Betrieben machen
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Diese Depots für eine gewerbliche Nutzung betrachte ich auch nicht als
Konkurenz zu unserem Gewerbegebiet an der Autobahn sondern als
sinnvolle Ergänzung des Angebots mit bestehenden Hallen, insbesonde-
re auch für junge Unternehmen.

2.) Wir sind gefordert, weiterhin Bauplätze für jeden Bürger in allen Ortsteilen
zu günstigen Preisen bereitzuhalten

Langfristig angelegte Strategien werden nach meiner Überzeugung
sicherstellen, daß wir überall auch künftig ausreichend Bauplätze
behalten.

3.) Unsere Angebote in den Kindergärten sind weiter zu verbessern und noch flexibler zu gestalten

Gemeinde den Familien keine passenden Rahmenbedingungen bieten,
dann riskieren wir Wegzug und Überalterung.
Das kann sich keine Gemeinde auf Dauer erlauben und wir wollen
dort gegensteuern.

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der Gemeinde.

– und ich sage auch ganz deutlich: Gemeinsam mit den Kirchen als Träger können wir dies vor Ort auch am besten.

die immer höheren finanziellen Belastungen gerade für Familien
lassen es nicht mehr zu, die Beiträge der Eltern in den Kindergär-
ten übermäßig zu steigern.

Wir werden mit den kirchlichen Trägern gemeinsam kostengünstige
Lösungen für weitere flexible Angebote entwickeln

Alleinerziehende

Wir hoffen dabei auf noch größere finanzielle Unterstützung durch
Bund und Land, damit diese Angebote auch bezahlbar bleiben.

4.) Der Ausbau unseres Schulwesens genießt hohe Priorität

Vielen Mütter ist nicht geholfen, wenn in den Kindergärten Nachmittagsan-
angebote unterbreitet werden – für Grundschüler jedoch nichts geschieht.
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Deswegen setze ich mich auch beim Landkreis für Modelle der Ganztags-
betreuung insbesondere für Grundschüler ein, die lediglich eine Anschub-
finanzierung durch Landkreis und Gemeinde vorsehen – darüber hinaus
aber mit viel Engagement der Schulen, von Vereinen und den Eltern zu
guten Angeboten führen können.

Landesweit rückläufige Schülerzahlen sollten dies eigentlich ermöglichen.

diese Vision kurz- und mittelfristig noch nicht erfüllt wird.
Ausdrücklich darf ich an dieser Stelle dem Franziskus-Gymnasium danken
für die bereitwillige Aufnahme der Schüler aus unserer Gemeinde.

verbessern – dies wird eine Daueraufgabe bleiben, auch wenn wir bei der
Grundschule Lohne in den letzten Jahren viel aufgeholt haben.
Es bleibt da weiterhin viel zu tun – beispielsweise will ich da noch die
Sanierung des Werkraumes an der Schule "Sünte Marien" nennen.

5.) Die Sportvereine sind der Grundstock unserer Jugendarbeit – die Sport-
anlagen sind daher kontinuierlich weiter auszubauen

Die Ausführungsplanung wird zeigen, ob damit alle Wünsche zu erfüllen sind.

6.) Wir wollen den Freizeitsee an der Autobahn in Lohne noch attraktiver machen
vorfinden – rund 500.000 EUR werden dort dann investiert sein.
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Wir haben letzten Sommer gesehen, daß der Freizeitsee gut angenommen
wurde.

7.) Für unsere immer älter werdenden Bürger wollen wir eine aktive Senioren
politik gestalten

Die demographische Entwicklung macht es auch in Wietmarschen notwendig,
neue Konzepte zu unterstützen.

8.) Der Ausbau des Straßennetzes, primär aber die Sanierung bleiben eine
Daueraufgabe

werden.
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Im Herbst diesen Jahres werden wir ein diesbezügliches neues Wirt-
schaftswegebauprogramm verabschieden.
Ein Schwerpunkt dieses Programmes wird im Bereich Wietmarschen
liegen. Dort haben wir eben keine Flurbereinigung für die Autobahn mit
sehr vielen Straßenverbesserungen gehabt.

der Bauplätze eingebracht werden.

9.) Der Tages- und Kurzzeittourismus ist insbesondere im Ortsteil
Wietmarschen ist auf breitere Füße zu stellen

Nicht nur, daß wir uns künftig Naturparkgemeinde nennen dürfen – viel
mehr glaube ich fest daran, daß noch so manches Tourismusprojekt im
Raum Wietmarschen, Füchtenfeld und Schwartenpohl davon profitieren
kann.

10.) Die Erweiterung und die Unterhaltung des Radwegenetzes sind für den
immer stärker werdenden Radwandertourismus aber auch für den
innerörtlichen Verkehr sehr wichtig

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11) Unsere Feuerwehren sollen weiter gut ausgerüstet arbeiten

12.) Die öffentliche Abwasserbeseitigung im Außenbereich ist
weiter auszubauen

günstigsten Bedingungen geschaffen – der Landkreis lobt uns als vorbild-
liche Gemeinde)

13.) Die Flurbereinigung "Lohne A 31" wollen wir erfolgreich abschließen

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Ich will diese Kenntnisse in den nächsten Jahren in die Flurbereinigung
einfließen lassen,

– um sie erfolgreich für alle Beteiligten abzuschließen
– um auch die Interessen der Gemeinde und der Grundstücks-
gesellschaft wahren zu können.

14.) Die Lärmbelastungen durch NOH-Range müssen weiter reduziert werden –
Wittstock muß in Betrieb genommen werden.

Darauf werden wir weiterhin im Interesse einer gerechten Lärmverteilung
Drängen.

15. und letzter Punkt – auch künftig will ich mithelfen, solide Finanzen in
unserer Gemeinde zu sichern

Meine Damen und Herren, zu den Gemeindefinanzen habe ich Ihnen zu Beginn
meiner Ausführungen die recht positive Entwicklung der letzten 5 Jahre dar-
gelegt.

Genauso soll es unter meiner Leitung, falls ich gewählt werde, auch in den kommenden Jahren weitergehen, d.h.

Um dieses zu erreichen, ist es notwendig,

können.

Darüber hinaus bleibt natürlich abzuwarten, welche Belastungen Bund, Land und
Landkreis uns künftig aufbürden.

Ich will aber auch, wie in der Vergangenheit, kräftig mithelfen, daß die möglichen
Investitionen ausgewogen auf alle Ortsteile verteilt werden.

Mit liegt sehr am Herzen, deutlich zu machen, daß wir bei allen Zukunfts-
wünschen auf dem Teppich bleiben.
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Jedes Projekt im kommenden Wahlkampf muß unter Finanzierungsvorbehalt
gestellt werden.
Unsere Partei, die CDU und ich haben aber über viele Jahre bewiesen, daß wir
sehr sorgsam mit dem Geld unserer Bürger umgehen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich darf auch die Zukunftsaufgaben nochmals zusammenfassen:

∙ Umfassend Arbeitsplätze schaffen
∙ Bauplätze in allen Ortsteilen zu günstigen Preisen
∙ Kindergartenangebote verbessern und flexibel gestalten
∙ Schulwesen ausbauen – Ganztagsangebote schaffen
∙ Sportanlagen kontinuierlich ausbauen
∙ Angebote am Freizeitsee ergänzen
∙ Aktive Seniorenpolitik gestalten
∙ Verbesserung des Straßennetzes bleibt Daueraufgabe
∙ Tages- und Kurzzeittourismus in Wietmarschen auf breitere Füße stellen
∙ Radwegenetz für Tourismus und innerörtlichen Verkehr erweitern
∙ Feuerwehr zeitgemäß für Einsätze ausstatten
∙ Abwasserbeseitigungsnetz im Außenbereich ausbauen
∙ Flurbereinigung "Lohne A 31" erfolgreich abschließen
∙ Nordhorn – Range entlasten durch Inbetriebnahme von Wittstock
∙ Solide Finanzen sichern

Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Realisierung dieser von mir genannten Zukunftsaufgaben bedürfen einer gewaltigen Kraftanstrengung und sind nur mit einer starken CDU-Fraktion leistbar.
Meine jahrzehntelangen Erfahrungen

insbesondere mit den notwendigen "Drähten" zu den Entscheidungsträgern für die Bewilligung der öffentlichen Mittel auf allen Ebenen (die erfolgreiche Aquirierung der Finanzmittel für die Aula Wietmarschen, die Umgestaltung der Hauptstraße oder auch für die Dorferneuerung Schwartenpohl)haben dies gerade wieder bewiesen)

Diese Dinge sind m.E. ein Garant dafür, daß ich auch künftig das Amt des Bürgermeisters in unserer Gemeinde mit viel Dynamik zur Zufriedenheit der Bürger und der CDU-Mitglieder und Anhänger der CDU ausüben kann.

Ich bitte Sie und Euch, mir auch heute Ihre Stimme für die erneute Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten der CDU zu geben – und danke für die Aufmerksamkeit.